Einlagerung und Möbellager – Alles, was Sie wissen müssen
Manchmal klappt der Umzug nicht nahtlos: Die neue Wohnung ist noch nicht fertig, eine Renovierung dauert länger als geplant, oder Sie brauchen eine Übergangslösung zwischen zwei Lebensabschnitten. In solchen Situationen ist eine professionelle Einlagerung die ideale Lösung.
Wann ist eine Einlagerung sinnvoll?
Eine temporäre Möbeleinlagerung ist in vielen Situationen die pragmatischste Lösung:
- • Zeitlicher Versatz zwischen Auszug und Einzug (häufig bei Neubauten)
- • Laufende Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung
- • Längerer Auslandsaufenthalt oder Dienstreise
- • Trennung und Auflösung eines gemeinsamen Haushalts
- • Neue Wohnung ist kleiner als die alte – nicht alles passt rein
- • Überbrückung nach Kündigung mit noch unbekannter Folgemiete
- • Firmenumzug mit zeitlicher Verzögerung → Firmenumzug
- • Umzug ins Pflegeheim → Umzug ins Pflegeheim
Die drei Einlagerungsoptionen im Vergleich
Option 1: Professionelle Lagerung durch Umzugsunternehmen
Das Umzugsunternehmen transportiert Ihr Gut und lagert es direkt in eigenen Lagerhallen ein:
Vorteile:
- • Umzug und Einlagerung aus einer Hand – ein Ansprechpartner
- • Professionelle Verpackung und sachgemäße Handhabung inklusive
- • Versicherung in der Regel inklusive
- • Flexible Laufzeiten (monatlich kündbar)
Nachteile:
- • Kein 24/7-Zugang zu Ihrem Gut
- • Oft etwas teurer als Self-Storage
Kosten: ca. 100 – 300 € pro Monat je nach Volumen und Region
Option 2: Self-Storage
Anbieter wie Shurgard, myStorage, LAGER ONE oder lokale Anbieter bieten abschließbare Lagerboxen zur Miete an:
Vorteile:
- • 24/7-Zugang zu Ihren Sachen
- • Eigener Schlüssel – volle Kontrolle
- • Monatlich kündbar, flexible Größen
- • Oft günstiger als professionelle Lagerung
Nachteile:
- • Transport zur Lagerbox müssen Sie selbst organisieren
- • Einlagerung und Entnahme erledigen Sie in Eigenregie
- • Qualität der Lagerbedingungen variiert
Kosten: ca. 60 – 200 € pro Monat je nach Größe und Lage
Option 3: Private Lösung
Keller, Garage oder Dachboden bei Familie oder Freunden:
Vorteile:
- • Kostenlos oder sehr günstig
- • Voller Zugang jederzeit
Nachteile:
- • Kein oder kaum Versicherungsschutz
- • Wenig Schutz vor Feuchtigkeit, Schädlingen oder Diebstahl
- • Belastet Beziehungen (langfristig)

Was kostet die Einlagerung von Möbeln?
Die Kosten hängen vom eingelagerten Volumen, der Dauer, der Region und dem Anbieter ab:
| Haushaltsgröße | Volumen | Self-Storage/Mo. | Professionell/Mo. |
| 1-Zimmer-Wohnung | 8–15 m³ | 60–100 € | 100–180 € |
| 2-Zimmer-Wohnung | 15–25 m³ | 100–160 € | 160–250 € |
| 3-Zimmer-Wohnung | 25–40 m³ | 160–220 € | 220–350 € |
| Haus / 4+ Zimmer | 40+ m³ | 220–400 € | 300–500 € |
Hinweis: Preise in Großstädten (Berlin, München, Hamburg) liegen oft 20–40 % über diesen Richtwerten.
Was sollten Sie bei der Auswahl des Anbieters beachten?
Versicherung
Das wichtigste Kriterium: Ist Ihr Gut während der Lagerung versichert?
- • Was ist die Versicherungssumme pro m³?
- • Gegen welche Risiken? (Feuer, Einbruch, Wasserschaden?)
- • Neuwert oder Zeitwert?
- • Ggf. eigene Hausratversicherung prüfen
Sicherheit
- • Videoüberwachung rund um die Uhr
- • Alarmanlagen
- • Separate, abschließbare Einheiten
- • Zugangskontrolle (Chip, Code, Schlüssel)
Lagerbedingungen
- • Temperatur: Für normale Möbel genügt ein trockenes Lager. Für Gemälde, Instrumente, Wein oder empfindliche Elektronik ist ein klimatisiertes Lager notwendig.
- • Feuchtigkeit: Schimmelrisiko in schlecht belüfteten Lagern
- • Schädlingsschutz: Sind Maßnahmen gegen Ratten und Insekten vorhanden?
Zugänglichkeit
- • Wann können Sie auf Ihre Sachen zugreifen?
- • Muss ein Termin vereinbart werden oder ist freier Zugang möglich?
- • Gibt es Laderampen oder Aufzüge für schwere Möbel?
6 Tipps für die professionelle Einlagerung
- ✓ Inventarliste erstellen: Notieren Sie, was eingelagert wird – Menge, Wert, Besonderheiten. Das ist wichtig für die Versicherung und erleichtert die Übergabe.
- ✓ Alles gut verpacken: Auch im Lager kann es zu Staub, Feuchtigkeit oder leichten Erschütterungen kommen. Schützen Sie Möbel mit Decken oder Folie.
- ✓ Möbel auf Paletten stellen: Schützt vor Bodenfeuchtigkeit und erleichtert die Luftzirkulation.
- ✓ Wertgegenstände separat: Schmuck, Kunst und besonders wertvolle Gegenstände sollten separat versichert und wenn möglich nicht eingelagert werden.
- ✓ Mindestlaufzeit beachten: Viele Anbieter haben eine Mindestmietdauer von 1–3 Monaten. Klären Sie das vorab.
- ✓ Größe realistisch einschätzen: Lieber etwas mehr Fläche einplanen – vollgestopfte Boxen machen das Be- und Entladen schwierig.
Einlagerung kombiniert mit dem Umzug
Viele Umzugsunternehmen bieten Einlagerung als kombinierten Service an:
- • Ihre Möbel werden beim Auszug direkt ins Lager transportiert
- • Bei Einzugsbereitschaft werden sie aus dem Lager direkt in die neue Wohnung geliefert
- • Ein Vertrag, ein Ansprechpartner, kein Zwischenstopp
Das spart Zeit, Aufwand und oft auch Kosten, da nur ein Transport anfällt. → Transport professionell planen: Möbeltransport
Häufig gestellte Fragen zur Einlagerung
- Wie lange kann ich Möbel einlagern?
- So lange Sie möchten – es gibt keine gesetzliche Höchstdauer. Kündungsfristen variieren je nach Anbieter (meist 1 Monat).
- Kann ich jederzeit an meine Sachen?
- Bei Self-Storage in der Regel 24/7. Bei professioneller Lagerung durch Umzugsunternehmen meist nur nach Absprache.
- Sind meine Möbel im Lager versichert?
- Das hängt vom Anbieter ab. Fragen Sie explizit und lassen Sie sich die Versicherungsbedingungen schriftlich geben.
Fazit
Einlagerung ist keine Notlösung – sie ist eine smarte Übergangsstrategie. Wählen Sie den richtigen Anbieter für Ihre Situation, sichern Sie Ihr Eigentum ausreichend ab und kombinieren Sie Einlagerung wenn möglich mit dem Umzug selbst.
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